Mit Hund durch Südschweden

Knäckebrot, eigensinnige Möbel zum Selbstaufbauen und kultige Elch-Verkehrsschilder: Schweden steht bei vielen Hundehaltern ganz oben auf der Reisewunschliste. Grund dafür sind natürlich nicht das Brot oder Möbel – sondern die herrliche Natur, die putzigen roten Häuschen und die himmlische Ruhe. Gut, und vielleicht auch die Elche. Welche Ecken im südlichen Schweden Du Dir unbedingt ansehen solltest, wo Du mit deinem Hund willkommen bist und was Du in Schweden mit Hund beachten solltest, liest Du hier.

Wusstest Du, dass 69 Prozent Schwedens von Wald bedeckt ist? Mit insgesamt 280.730 Quadratkilometern Wald gehört Schweden zu den waldreichsten Regionen der Welt. Der Rest ist nicht etwa zugebaut – weite Teile des Landes sind weites, felsiges Fjell. Wir haben Schweden schon häufig mit unseren Hunden bereist – das letzte Mal vom nördlichsten Nordzipfel bis zum südlichsten Süden. Gerade der Süden ist für Schweden-Einsteiger ideal, denn er ist von Deutschland aus schnell erreichbar und bietet viel Abwechslung. Wenn Du ein wenig mehr Zeit mitbringst und das Abenteuer suchst, solltest Du dich ins südliche Mittelschweden wagen.

Småland: Schweden aus dem Bilderbuch

Idylle bis der Arzt kommt: Grüne Wälder, rote Holzhäuser und verwitterte Steinmauern – Småland ist Bullerbü pur. Astrid-Lindgren-Fans sollten Vimmerby besuchen – hier wurde die Autorin geboren. Die Orte aus ihren Büchern hat man in Astrid Lindgrens Welt nachgebaut. Das Gehöft Gibberyds Gård ist vielen als Hof Katthult aus den „Michel aus Lönneberga“-Filmen bekannt. Heute ist es für Besucher geöffnet – und Hunde sind auch hier willkommen. Ganz in der Nähe steht die knorrige Kvilleken, mit über 1.000 Jahren der älteste Baum Schwedens. Spannend ist auch ein Besuch in der historischen Handpapierfabrik Lessebro oder im Wildwest-Park High Chaparral – Hunde sind erlaubt. Eine morbide Atmosphäre liegt über dem Autofriedhof Kyrkö Mosse im Moor bei Tingsryd. Das Gelände ist frei zugänglich – pass nur auf, dass Dein Hund nicht auf scharfkantige Metallteile tritt. Die Stimmung dort ist aber wirklich einmalig – unsere Hunde fanden den Autofriedhof ganz schön gruselig.

 

 

Autofriedhof Kyrkö Mosse bei Tingsryd

Wer es pittoresker mag, sollte sich die hölzerne Altstadt in Eksjö anschauen – Fotoapparat nicht vergessen! Die Felsformation Skuruhatt mit der sagenumwobenen, dunklen Schlucht Skurugata ist eine Naturschönheit der Region – hier gibt es viele gut markierte Wanderwege durch das Naturreservat. Ich empfehle den Weg Richtung Süden zum Haus Klinten am schönen Försjön-See. Ganz in der Nähe liegt der Campingplatz Movänta direkt am See.

 

 

 

                       Skuruhatt-Plateau, Haus Klint, Skutugata, Movänta, Försjön

Einen echten Urwald findet man im Nationalpark Norra Kvillmit Bäumen, die über 350 Jahre alt sind. Die Anhöhe Idhöjden bietet eine herrliche Aussicht. Angler, Kanuten und Wasserratten sollten den See Åsnen mit seinen über 1.000 Inseln besuchen. Im Mai 2018 wurde hier der 30. Nationalpark Schwedens eröffnet. Beim Örtchen Jät verläuft ein hübscher Naturstig mit vielen einsamen Badebuchten – und frechen Schwarzspechten. Auch der Laxaleden ist einen Abstecher Wert. Tipp: Der 3-Sterne-Naturcampingplatz Getnö Gård liegt auf einer Halbinsel am Åsnen und ist wirklich sehr hundefreundlich.

 

 

Unterwegs auf dem Laxaleden in Smaland

Öland: Meer & Geschichte

Die Sonneninsel an der Ostküste ist über die sechs Kilometer lange Ölandsbrücke zu erreichen. Öland ist für sein mildes Wetter, seine Strände und seine alten Festungen, Grabfelder und Runensteine bekannt. Die imposante Festung Borgholm erhebt sich direkt am Meer. Hier finden im Sommer Mittelaltermärkte und andere Events statt. Das Freilichtmuseum Himmelsberga ist ebenfalls einen Besuch wert. Hunde sind erlaubt. Über einen Wanderweg lässt sich das UNESCO Weltkulturerbe Stora Alvaret – ein riesiges, bewachsenes Kalkplateau – erkunden. Die Nord- und Südspitze Ölands wird von den Leuchttürmen Långe Erik und Långe Jan markiert – letzterer ist der größte Leuchtturm in Skandinavien. Kinder freuen sich über einen Besuch in Ölands Tier- und Vergnügungspark – Hunde sind willkommen.

 

Öland: Festung Borgholm und der Karlevisten

Västergötland: Urwald & Schärengärten

Die hügelige Landschaft Västergötlands ist vor allem wegen der beiden großen Seen Vänern und Vättern bekannt. Zwischen den Seen liegt Tiveden, Schwedens südlichste Wildnis. Der kleine Nationalpark verzaubert mit felsigen Urwaldlandschaften und stillen Seen und ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Hier gibt es abenteuerliche Wanderwege – wie die Runde zum sagenumwobenen Trollkyrka-Felsen. Der Sandstrand Vitsand mit seinen Picknick-Bänken ist ideal für eine stärkende Zwischenmahlzeit. Beim nahegelegenen Granvik am Vättern-See gibt es romantische Pfade durch die Schärengärten und alte Industriedenkmäler zu entdecken. Wunderbar Kaffeetrinken kann man auf dem Hof Stigmansgårdens – Hunde dürfen natürlich mit. Wir empfehlen den Campingplatz Tiveden am Unden-See – er wird von einem sehr netten holländischen Ehepaar betrieben.

 

 

Trollkyrka und Stora Trehörnigen in Tiveden

Värmland: Wander- & Paddel-Abenteuer

Värmland wird geprägt von weitläufigen Nadelwäldern und stattlichen alten Bauernhöfen. Das Glaskogen Naturreservat bietet ideale Voraussetzungen für zwei- und vierbeinige Frischluftfanatiker. Mit dem Glaskogen-Ticket können Feuerstellen, Schutz- und Übernachtungshütten im ganzen Wandergebiet genutzt werden – auch mit Hund. Bester Ausgangspunkt ist das historische Örtchen Lenungshammar. Im Sommer kann man hier leckere Waffeln im Café Carl essen. Ein kleiner Campingplatz ohne große Annehmlichkeiten liegt direkt am See Stora Gla bei Lenungshammar. Wer die Natur mit dem Kanu entdecken möchte, dem sei die Region Nordmarken mit ihren unzähligen Seen und Flüsschen ans Herz gelegt. Hier vermietet der Anbieter Scantrack Kanus und Ausrüstung. Gegen eine Kurtaxe können über 100 Übernachtungsplätze am Ufer genutzt werden. Hunde dürfen beim Paddel-Abenteuer dabei sein. Ich würde aber empfehlen, zuvor einen Kanu-Kurs mit Hund in Deutschland zu belegen. Die Abenteuercollies fanden die schwankenden kleinen Boote auch zunächst etwas unheimlich, haben sich aber schnell daran gewöhnt.

Fulufjället: Bären & Berge

Du möchtest das wilde Schweden jenseits von Bullerbü entdecken? Der Nationalpark Fulufjället in Dalarna ist der südlichste Fjällnationalpark – mit Bergen bis zu einer Höhe von 1.042 Metern. Als Fjäll bezeichnet man die skandinavische Bergtundra – endlose Weiten mit flechtenbewachsenen Felsen, Blaubeerbüschen und windschiefen Birken. Im Nationalpark leben Braunbären, Luchse, Wölfe, Polarfüchse und Steinadler. Über 140 Kilometer gut markierte Wanderwege können Mensch und Hund erkunden. Besonders spannend (und auch recht gut frequentiert) ist die Tour zum Njupeskär, dem höchsten Wasserfall Schwedens. Im Fulufjället steht auch die Fichte Old Tjikko, deren Genmaterial rund 9.500 Jahre alt ist.

Mein Tipp: Der verschlungene Pfad durch die Göljån-Schlucht mit ihren tiefen Wäldern ist etwas weniger bekannt, aber mindestens genauso eindrucksvoll. Hier hat sich 1997 nach verheerenden Regenfällen eine bis zu sechs Meter hohe Flutwelle durch das Flussbett des Göljån gewälzt und 10.000 m² Holz entwurzelt. Die Spuren dieses Naturereignisses sieht man heute noch. Von hier aus kann man auch wunderbar auf die norwegische Seite wandern (die vorgeschriebene Behandlung gegen Bandwürmer nicht vergessen – sie muss im Imfpass eingetragen sein). Kurz vor dem Örtchen Mörkret, am Westzipfel des Nationalparks, liegt ein übrigens beschaulicher Naturcampingplatz am Fluss. Keinerlei Luxus, aber eine tolle Lage und sehr günstig.

 

 

Tour zum Njupeskär Wasserfall

 

 

Tour durch die Göljån-Schlucht

 

Naturcampingplatz Mörkret

Gränslandet: Wildnis & Rentiere

Nördlich des Örtchens Idre liegt das schwedisch-norwegische Gränslandet – und spätestens hier beginnt die karge Wildnis Mittelschwedens. Die Wandermöglichkeiten sind schier unbegrenzt – nicht nur wegen der neun großen, geschützten Naturgebiete. Ganz üben auf meiner Liste steht das geheimnisvolle „vergessene Tal“ Töfsingdalen, das wir leider noch nicht erkunden konnten. Man sollte dafür schon eine Übernachtung mit dem Zelt einplanen, denn man läuft alleine 12 Kilometer bis zum Rand des Tales. Eine guter Ausgangspunkt ist die Grövelsjön Bergstation, in der man auch übernachten, Ausrüstung mieten und Karten kaufen kann. Wir haben uns allerdings auf dem Campingplatz der Grövelfäll Skistation niedergelassen, die wenige hundert Meter südlich liegt. Hunde sind willkommen, der sehr sympathische Betreiber Mats hat selbst eine Labbi-Hündin namens Freya.

 

 

 

                      Unterwegs im Gränslandet bei Idre

 

Grövelfjäll Skistation mit Rentierbesuch

Hier oben solltest Du jederzeit damit rechnen, dass Rentiere über die Straße oder den Campingplatz bummeln. In der Region liegt das südlichste Rentierzuchtgebiet Schwedens. Rentiere können für manchen Hund ein wenig verstörend wirken. Sie riechen wie Wildtiere, haben aber eine geringere Fluchtdistanz. Manche Rentiere sind überraschend neugierig – wir hatten im südlichen Lappland alle Mühe, eines daran zu hindern, in unser Wohnmobil zu klettern. Im Hofladen Renbiten kannst Du die Lebensweise der Samen, der indigenen Ureinwohner Schwedens, kennenlernen. Natürlich kannst du auch typische Delikatessen (für Veggies wie uns leider weniger geeignet) und samische Handwerkskunst erwerben. Die Inhaber Peter und Helena organisieren auch geführte Touren und Übernachtungen in traditionellen Kotas.

 

Nicht alle Rentiere sind schüchtern.

Nördlich von Idre, in der Nähe von Tännas, liegt das Rogen Naturreservat, eine raue Seenlandschaft mit Felsen und gespenstischen bleichen Bäumen. Ein guter Startpunkt ist der Bauernhof Käringsjön, der mitten in der Wildnis am Ende einer sehr langen, sehr abenteuerlichen Maut-Straße liegt. Als wir hier waren, wurde der Hof von einem Aussie bewacht und die Betreiber waren ein bisschen grummelig – vielleicht habt Ihr ja mehr Glück als wir.

 

 

Rogen Naturreservat

 

Anreisemöglichkeiten & Routen

Nun kennst du unsere Empfehlungen für eine Reise durch Südschweden. Aber wie kommt man mit dem Hund nach Schweden? Hier sind die Anreisemöglichkeiten in der Übersicht:

  • Vogelflugroute: Mit dem Auto bis nach Fehmarn, Überfahrt mit der Scandline-Fähre von Puttgarden nach Rødby (Fahrzeit 45 Min.), Weiterfahrt über die dänischen Inseln Lolland und Seeland über die Öresundbrücke nach Malmö. Diese Route empfinden viele Schweden-Besucher als die praktischste – wir übrigens auch. Wer aus dem Osten Deutschlands kommt, kann die Scandline-Fähre von Rostock nach Redser nehmen (Fahrzeit 2 Std.).
  • Landweg: Mit dem Auto über Dänemark, ab Kolding Richtung Osten über die Insel Fünen und die Storebælt-Brücke nach Seeland, von dort aus über die Öresundbrücke nach Malmö. Diese Route empfiehlt sich für alle, die Fährüberfahrten vermeiden wollen. Über das Wasser schippern ist schließlich nicht Jedermanns Sache!
  • Per Fähre: Manche Hundehalter möchten die Fahrt durch Dänemark aufgrund des aktuellen Hundegesetzes vermeiden. Wer längere Fährzeiten nicht scheut, kann direkt von Deutschland aus nach Schweden übersetzen. StenaLine bietet Überfahrten ab Sassnitz (Fahrzeit ab 4 Std.) und Rostock (Fahrzeit 6 Std.) nach Trelleborg an. Eine weitere Möglichkeit ist die Nachtfähre von Kiel nach Göteborg (Fahrzeit 14,5 Std.). Finnlines fährt von Travemünde nach Trelleborg (Fahrzeit ab 9 Std.). TT-Lines steuert Trelleborg von Travemünde (Fahrzeit ab 9 Std.) und von Rostock (Fahrzeit ab 6 Std.) aus an.

 

 

Benimmregeln & Hundeknigge

Ganz ohne Benimmregeln geht es nicht. Diese hier solltest Du kennen, wenn Du mit Hund nach Schweden reisen möchtest:

  • Leinenpflicht: Zwischen dem 1. März und 20. August besteht in Schweden Leinenzwang auf Wald- und Feldwegen. Auch in vielen Nationalparks und Naturreservaten gilt Leinenpflicht (Schilder beachten). In Städten und auf öffentlichen Plätzen müssen Hunde immer angeleint werden.
  • Einreisebestimmungen: Seit Januar 2012 gelten gelockerte Einreisebedingungen. Hunde benötigen nur noch eine Kennzeichnung mit Microchip, einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutschutzimpfung (mindestens 21 Tage alt). Aktuelle Informationen in englischer Sprache findest Du immer auf der Website des schwedischen Zollamtes.
  • Zoll: Hunde müssen bei der Einreise am Zoll angemeldet werden. Schweden hat vorübergehend Grenzkontrollen eingeführt. Alkohol darf nur zum Eigenbedarf mitgeführt werden – die Entscheidung über zulässige Mengen obliegt den Zollbeamten.
  • Restaurants und Cafés: Im Innenbereich sind Hunde meistens nicht erlaubt, auf Außenterrassen dagegen häufig schon. Am besten vorher nachfragen!
  • Museen & Freizeitparks: Die Regelungen sind unterschiedlich und sollten vorher erfragt werden.

 

Gesundheit & Sicherheit

Südschweden ist eigentlich ziemlich harmlos. Trotzdem gibt es einige Punkte, die Du beachten solltest:

  • Tierärzte: Informiere Dich am besten schon vor der Reise, wo der nächste Tierarzt (Veterinär) oder die nächste Tierklinik (Djursjukhus) ansässig ist. Informationen erhätst Du beim zuständigen Touristenbüro und auf der Webseite des Schwedischen Veterinärverbundes (Englisch).
  • Jagdsaison: Ab Anfang September beginnt die Elchjagd – und daran nimmt gefühlt ganz Schweden teil. Die genauen Jagdzeiten können je nach Region variieren. Achte auf Deinen Hund und bleib auf den Wegen. Reflektierende Kleidung und Warnwesten werden empfohlen. Vorsicht auf beim Autofahren: Die aufgescheuchten Elche interessieren sich während der Jagdsaison meist noch weniger für Verkehrsregeln.
  • Zecken: Von Frühjahr bis Herbst ist Zeckensaison. Behandel Deinen Hund am besten mit einem Zeckenabwehrmittel und zieh Dir lange Hosen an.
  • Ausrüstung: In schwedischen Tälern ist der Boden oft sumpfig. In bergigen Regionen kann es extrem windig sein, zudem schlägt das Wetter schnell um. Achte also auf wasserdichte, feste Wanderschuhe und nimm immer warme, wind- und wasserdichte Kleidung mit. Bei längeren Wanderungen in felsigen Gebieten können Hundeboots sinnvoll sein. Im Fjäll ist es windig, empfindliche Hunde können hier einen winddichten Mantel tragen.
  • Hundesicherung: In den weitläufigen Wäldern Schwedens gibt es nicht nur viele Versuchungen für Deinen Hund – hier ist auch die Chance, einen entlaufenen Hund wiederzufinden, gering. Es gibt in Schweden kein Tierheim-Netz, das sich um Fundhunde kümmert. Befestige einen Anhänger mit Deinen Kontaktdaten am Halsband oder Geschirr Deines Hundes und achte darauf, dass er bei Tasso registriert ist. Jagdambitionierte Hunde solltest Du an der Schleppleine lassen.
  • Wildtiere: In Schweden sind Braunbären, Wölfe, Luchse und Elche zuhause. Wenn Du Dich in der Natur umsichtig verhältst, musst Du Dir normalerweise keine Sorgen machen. Bleib auf den Wegen und halte Deinen Hund in der Nähe, damit er kein Tier erschrecken kann. Mach durch Sprechen oder klappernde Ausrüstung auf Dich aufmerksam. So können die Waldbewohner einen großen Bogen um Dich schlagen.

 

Ferienunterkünfte mit Hund

Mit einer Ausnahme – dem niedlichen und sehr hundefreundlichen Haus Älgdalen am Åsnen-See – sind wir bislang immer mit Hund und Wohnmobil durch Schweden gefahren. Aber natürlich bietet Schweden viele verschiedene Arten der Unterkünfte:

  • Ferienhäuser: Die klassische Art, Urlaub in Schweden zu machen! Die bunten Holzhäuser sind oft naturschön gelegen, manchmal sogar in Alleinlage. Der Standard schwedischer Ferienhäuser ist oft recht einfach. Achte bei der Auswahl nicht nur darauf, dass Hunde erlaubt sind, sondern auch, ob es einen Stromanschluss und ein Badezimmer im Haus gibt – bei vielen Ferienhäusern darfst Du nämlich sonst nachts in den dunklen Garten auf die Kompost-Toilette tappern. Natürlich gibt es auch Ferienhäuser mit gehobenem Komfort.
  • Campingplätze: Mehr als 450 Campingplätze verzeichnet der Schwedische Campingverband SCR. Fast alle erlauben das Mitbringen von Hunden – nur in Camping-Hütten sind sie oft nicht gestattet. Viele Plätze sind ab Ende September für den Winter geschlossen. Für Camper lohnt sich häufig der Camping Key Europe, mit dem man schneller ein- und auschecken und auch sparen kann. Empfehlenswert ist der offizielle Campingführer, den Du unter https://www.camping.se herunterladen kannst.
  • Jedermannsrecht: Das „Allemansrätt“ ist in der schwedischen Kultur fest verwurzelt. So haben Wanderer unter anderem das Recht, für ein bis zwei Tage in der Natur zu zelten. Wer in Schweden eine Mehrtageswanderung plant, findet also beste Bedingungen vor. Es gibt aber Einschränkungen: Der Platz darf weder landwirtschaftlich genutzt werden noch in der Nähe eines Wohnhauses liegen. Natürlich sollte die Natur nicht gestört und kein Müll hinterlassen werden. In manchen Naturschutzgebieten darf nur an ausgewiesenen Stellen oder gar nicht gezeltet werden – beachte die Hinweise vor Ort.

 

Haus Älgdalen in Südschweden

 

Welche Reisezeit ist die richtige?

Schweden kannst Du das ganze Jahr über bereisen – aber jede Jahreszeit hat ihre eigenen Vorteile und Nachteile.

  • Sommer: Ein Sommer in Schweden – das heißt Baden in glasklaren Seen und unbeschwerte Picknicks am Ufer. Alle touristischen Angebote haben geöffnet, es ist ideale Wanderzeit und zum Mittsommar ist ganz Schweden in Feierlaune. In Mittelschweden gibt es zwar keine Mitternachtssonne, komplett dunkel wird es aber nicht mehr – also lieber eine Schlafbrille einpacken. Achja: Das Mückenspray um Himmels willen nicht vergessen!
  • Frühjahr und Herbst: Weniger Touristen – mehr Freiheiten für Mensch und Hund! In der Vor- und Nachsaison sind die Ferienhäuser günstiger, viele Tourismusattraktionen haben geöffnet. Im Mai blühen in Südschweden die Lupinen – also die Kamera mitnehmen! Das gilt auch für den Herbst, denn dann gibt es nicht nur Pilze und Blaubeeren – der schwedische Indian Summer sorgt auch für eine Explosion der Farben.
  • Winter: Schweden, ein Wintermärchen – jedenfalls dort, wo Schnee liegt. Alle, die auch Action möchten, können Schneeschuhwandern, Langlauf, Hundeschlittenfahren, Schneescouter-Safaris oder Eisangeln. Mit etwas Glück kann man auch in Mittelschweden manchmal Polarlichter sehen. Die Tage sind kurz – in Idre gibt es im Dezember gute fünf Stunden Tageslicht – zweieinhalb Stunden weniger als in Hamburg. Warme Wintersachen, Winterreifen und Schneeketten nicht vergessen!


Mit Hund in Schweden – Deine Erfahrungen

Ich hoffe, dieser Artikel konnte Dir ein paar Inspirationen für Deinen Schweden-Urlaub mit Hund liefern. Was sind Deine Reisepläne und welche Orte in Schweden haben Dir am besten gefallen? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

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